Schiedsverfahren im Scheidungsrecht: eine rechtsvergleichende Untersuchung des deutschen und des US-amerikanischen Schiedsverfahrensrecht

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Mohr Siebeck, 2007 - 287 pages
English summary: Stephanie Gilfrich deals with the arbitrability of divorce disputes under German and US law. A pre- or midnuptial agreement may not include the possibility to arbitrate the divorce itself. A marital agreement may contain an arbitration provision with respect to certain domestic and matrimonial issues. In examining their arbitrability, the author discusses public policy matters, in particular the state's role as parens patriae. She also analyzes if the consensual divorce may in the future be subject to an arbitration agreement. German description: Die Schiedsgerichtsbarkeit nimmt im internationalen Wirtschaftsverkehr eine wichtige Funktion im Bereich der Streitschlichtung ein. Es stellt sich die Frage, ob vor dem Hintergrund der hohen Scheidungsraten die private Schiedsgerichtsbarkeit auch im Ehescheidungsrecht zulassig ist und welche Bedeutung ihr gegebenenfalls zukommen kann. Stephanie Gilfrich untersucht die Schiedsfahigkeit scheidungsrechtlicher Streitgegenstande auf der Grundlage des deutschen und des US-amerikanischen Rechts. Die rechtsvergleichende Betrachtung macht deutlich, dass die Idee einer schiedsverfahrensrechtlichen Abwicklung von Scheidungsangelegenheiten in den USA bereits intensiver diskutiert wird als in Deutschland. Die Ehescheidung als solche ist zwar aufgrund ihrer Qualifikation als Statusangelegenheit nach beiden Rechtsordnungen nicht schiedsfahig. Einzelne Scheidungsfolgesachen konnen aber den Gegenstand einer Schiedsvereinbarung bilden. Einen wesentlichen Aspekt der Untersuchung bilden prozessuale und formelle Probleme der schiedsverfahrensrechtlichen Abwicklung der Scheidungsfolgesachen. Insbesondere wird die Frage diskutiert, inwieweit sich Schiedsklauseln in einen Ehevertrag beziehungsweise in eine Scheidungsvereinbarung integrieren lassen. Die Autorin greift abschliessend eine in der Rechtspolitik gefuhrte Diskussion auf, die sich mit der Ubertragung der Scheidungsangelegenheiten auf die Notare auseinandersetzt. Diese Problematik weitet sie auf das Schiedsverfahrensrecht aus und untersucht, ob eine Ubertragung der einvernehmlichen Scheidungen auch auf die privaten Schiedsgerichte moglich und sinnvoll sein kann.
 

Contents

Section 1
1
Section 2
11
Section 3
12
Section 4
13
Section 5
32
Section 6
52
Section 7
74
Section 8
106
Section 12
136
Section 13
193
Section 14
194
Section 15
204
Section 16
205
Section 17
208
Section 18
220
Section 19
226

Section 9
110
Section 10
124
Section 11
126
Section 20
252
Section 21
257
Copyright

Common terms and phrases

Abrede Absatz 1 Satz Abwicklung Acad agreement Ansprüche Anwaltszwang arbitrability Arbitration Act Aspekte aufgrund Band Belange Bereich Besonderheiten BGHZ BVerfGE case law chen child Court Custody daher deutschen Recht Divorce Ebbing Ehegatten Ehescheidung Ehevertrag einzelstaatlichen Eltern Entscheidung entsprechende Ergebnis Familiengerichten Familienrecht Family Law family law arbitration FamRZ Folgesachen Frage FS-Schlosser gesetzlichen Grenzen der obj Grenzüberschreitungen Grundsätze Habscheid Handbuch Hinsicht Hintergrund insbesondere International Kelm Kindesunterhalt kindschaftsrechtlichen könnte lässt lichen Matrimonial Law minderjähriger Kinder Möglichkeit muss nachehelichen Notare notariellen objektiven Schiedsfähigkeit öffentlichen Interessen Parteien privatautonomen Private Zivilgerichte privaten Schiedsgerichten public policy Rahmen rechtlichen Rechtsprechung Rechtsvergleichung Regelung Richter Scheidung Scheidungsrecht Scheidungsverfahren Schieds Schiedsabrede schiedsfreundliche Schiedsgericht Schiedsgerichtsbarkeit Schiedsspruch Schiedsvereinbarung Schiedsverfahren Schiedsverfahrensrechts schiedsvertragliche SchiedsVfG SchiedsVZ 2004 Schütze Sorgerecht Staat staatlichen Gerichten staatlichen Rechtsprechungsmonopols States Streitgegenstände Streitigkeiten Tatsache Umgangsrecht Unterhaltsrecht US-amerikanischen US-amerikanischen Rechts Vereinbarung Verfahren verfahrensrechtlichen vermögensrechtlichen Versorgungsausgleich Verträge Vorschrift Wagner

About the author (2007)

Stephanie Uta Gilfrich, Geboren 1978; Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universitat, Mainz; Promotion 2007 (Rigorosum Dezember 2006); seit Marz 2007 Regierungsratin z. A. im Ministerium fur Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland Pfalz.

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